6E  Fahrausweisautomaten 3. Serie

Automat am Tunnel Gleis C

Fahrscheine für den gesamten Verkehrsverbund

Vor der Einführung des Vogtland-Verbund-Tarifes im Mai 1999 entschloss sich die Plauener Straßenbahn GmbH neue Fahrscheinverkaufsautomaten zu beschaffen. Sie sollten das gesamte Fahrscheinsortiment des Verbundtarifes (außer Jahreskarten) ausgeben können. Diesen Service können die auch heute noch in Plauen eingesetzten Automaten der 2. Generation nicht bieten. Man entschied sich bei dem neuen Modell für den FAA 2000 von Scheidt & Bachmann. Der erste dieser Automaten wurde an der Haltestelle Anton-Kraus-Straße aufgestellt. Wenig später folgten Tunnel, Neundorf, Albertplatz (Bushaltestelle) und Vogtland-Klinikum. Danach wurden noch 8 weitere Standorte mit dem FAA 2000 ausgestattet. Derzeit sind 23 dieser Automaten in Betrieb.

Wesentliche Merkmale dieses Automaten sind das große Farbdisplay und die veränderte Anordnung der Tastatur: Die linke Tastenreihe enthält alle Fahrscheine (auch ermäßigte) für den Stadtverkehr Plauen, die rechte alle für Fahrten aus der Tarifzone 001 (Plauen) heraus. Des Weiteren besitzen diese Automaten zusätzlich einen Zifferntastenblock. Mit dieser gibt man bei Fahrt von Plauen nach auswärts die Nummer der Zielzone für die gewünschte Fahrkarte ein. Die Zonennummer wird aus der links angebrachten Übersicht ermittelt.

Was der Fahrgast nicht sieht, ist die Leistung des Rechners. Der FAA 2000 beherrscht größere Datenmengen als sein Vorgänger und kann somit die breitere Auswahl an verschiedenen Fahrkarten ausgeben.

Die Automaten akzeptierten bis 2002 wie ihr Paralleltyp Münzen von 0,10 DM bis 5,00 DM und Banknoten von 10,00 DM bis 50,00 DM. Das richtige Wechselgeld wird bei Barzahlung genau heraus gegeben. Zudem war bis 2006 auch Zahlung mit der „elektronischen Geldbörse“ – der GeldKarte – möglich.

Seit der Einführung des Verbundtarifes gelten Wochen- und Monatskarten nicht mehr für einen Kalendermonat, sondern für 7 bzw. 31 Tage. Der FAA 2000 erlaubt im Gegensatz zu den Automaten der 2. Serie dabei den ersten Gültigkeitstag im Voraus festzulegen. Dazu dient die grüne Taste +. Der Abbruch des Fahrscheinkaufes erfolgt mit der roten Taste C und ist so lange möglich, wie der Fahrausweis noch nicht vollständig bezahlt wurde. Eingeworfenes Geld wird dabei zurück gegeben.

Anfang Januar 2002 wurden die Fahrpreise geändert und den Automaten eingespeist. Weiterhin werden alle Fahrausweise für die Tarifzone Plauen bei diesem Automatentyp in der linken Tastenreihe gewählt, für Fahrten aus Plauen in den Rest des Verbundgebietes rechts. Das Angebot an Fahrscheinen wurde beibehalten, bis auf die damals unterschiedliche Tarifierung von Tieren und Fahrrädern, weshalb eine Taste mehr belegt wurde. Ebenfalls sind an den Automaten EgroNet-Fahrkarten erhältlich.

Gleichzeitig mussten alle Automaten auf Euro als Währung umgestellt werden. Das passierte im Gegensatz zur Tarifanpassung schrittweise bis Mitte Januar. Gekennzeichnet wurden die Automaten je nach dem, welche Währung sie akzeptieren, mit einem Euro-Zeichen oder „Nur DM“. Umgestellte Automaten sind für Münzen zu 5, 10 und 50 Cent sowie 1 und 2 Euro, keine 1-, 2- und 20-Cent-Münzen, und Scheine von 5, 10 und 20 Euro ausgelegt. Automaten dieses Typs zeigen außerdem nach Wahl des Fahrausweises an, mit welchen Münzen und Scheinen momentan bezahlt werden kann. Erscheint in der Anzeige der Hinweis „Bitte passend zahlen“ gibt das Gerät eingeworfenes Geld zurück, wenn es nicht mit einer der im Display angezeigten Wertangaben übereinstimmt. Dies gilt für Münzen und Banknoten.

Da sich die 20-Cent-Stücke sehr stark verbreiteten, beschloss die PSB gegen den Rat des Herstellers ihre Fahrscheinautomaten so umzurüsten, dass man auch mit diesen Münzen bezahlen kann. Nach erfolgreicher Erprobung führte man die Erweiterung von März bis April durch; umgestellte Automaten erhielten rote Aufkleber mit der Beschriftung „20 Cent Münzen tauglich“. Seitdem kann man mit Münzen zu 5, 10, 20 und 50 Cent, 1 und 2 Euro sowie Banknoten zu 5, 10 und 20 Euro am Automat Fahrausweise erwerben.

FAA2000 neu 2005 Ende Dezember 2005 wurden 5 Fahrscheinautomaten der 2. Reihe durch neue Automaten der 3. Reihe ersetzt. Diese neuen Fahrscheinautomaten besitzen veränderte Münzeinwürfe und Geldscheineinzüge, ein anderes Kartenlesegerät und ein neues Display. Auch die Darstellung der Zahlungsmittel und die Bedienerführung wurden überarbeitet. Im November 2006 kam ein weiterer dazu.

Im Dezember 2006 wurden aus Kostengründen die Terminals für die bargeldlose Zahlung mit der GeldKarte aus allen Automaten entfernt. Damit ist nur noch die Zahlung mit Bargeld möglich.

Nochmal drei neue Automaten wurden im November 2007 an den Haltestellen Plamag, Knielohstraße und Reusa an Stelle von Automaten der 2. Baureihe aufgestellt. Diese Automaten weisen wieder geringfügige bauliche Veränderungen zu denen von 2005 und eine andere Software auf.

Bildschirmanzeige

Die neuen Automaten von 2005 bis 2007 stellen Zahlungsmittel als Bild dar. Die älteren Automaten tun dies mit Hilfe von Piktogrammen.

Automat am Tunnel vor PSB-Service Ausschnittsvergrößerung

Nachdem die Kartenlesegeräte im Dezember 2006 aus allen Automaten entfernt wurden, brachte man hinweisende Aufkleber an der Stelle, wo die Geräte vorher waren, an (oben) und schwärzte in den Bedienhinweisen die Passagen bezüglich der Kartenzahlung (unten).
Ausschnittsvergrößerung

Netzplan mit FAA-Standorten

Liniennetz mit Standorten der verschiedenen Fahrkartenautomaten – zum Vergrößern klicken.


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