2008  Zukunft

Verlust der Kreisfreiheit bringt Plauener Straßenbahn in Gefahr

Mit der sächsischen Kreisgebietsreform wurde der Stadt Plauen zum 01. August 2008 der Status einer kreisfreien Stadt aberkannt. Seither ist Plauen Teil des Vogtlandkreises und sollte per Gesetz ab nächstem Jahr die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und somit auch die Zuständigkeit an den Landkreis abgeben. Dieser könnte die finanziellen Mittel zum Betrieb der Straßenbahn verweigern, die in diesem Jahr 3,1 Millionen € betragen. Davon stammen immerhin 1,7 Millionen € aus der Kreiskasse. Laut Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) wurden „seit der Wende mehr als 60 Millionen Euro“ in die Plauener Straßenbahn investiert, aktuell wird der Betriebshof für 17 Millionen € instand gesetzt.

Am 16. Oktober beschloss der Stadtrat einstimmig, dass Plauen ab 2009 ein Drittel der Kosten tragen wolle und damit noch zwei Drittel der ca. 3 Mio. € vom Kreis kommen sollen. OB Oberdorfer sagte, die Straßenbahn sei „in städtischer Hand besser zu führen“ und regte eine Neuentscheidung im Jahre 2015 an.

Quellen: Freie Presse, Lokalausgaben vom 15.10. und 17.10.2008


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